Forschungsbereich Geschichte und Ethik in der Medizin
Koordination „Historische Forschung“ der Zentren für Psychiatrie in Baden-Württemberg


Seit Frühjahr 2007 wird am Forschungsbereich die historische Forschung zu allen Zentren für Psychiatrie in Baden-Württemberg koordiniert.

Diese Funktion der Koordination umfasst eine ganze Reihe von Einzelaufgaben. Zunächst ist hier die Bestandsaufnahme zu den Archivalien der Einrichtungen zu nennen, die in den Zentren selbst konserviert wurden wie auch derjenigen Bestände, die in der Obhut der Staatsarchive bzw. des Landesarchivs Baden-Württemberg zur medizinhistorischen Forschung aufbereitet und vorgehalten werden. Ebenso gilt es im Rahmen dieser Koordinationstätigkeit, ihrer Natur nach noch offene Fragen des Verfahrens und Umgangs mit zeitgenössischen Datenbeständen zu klären, um in einem nachfolgenden Schritt und im Einklang mit den Vorgaben des Landesamts für Datenschutz eine mit den Staatsarchiven konzertierte Lösung für den Umgang mit einschlägigen Archivalien und Materialien anzustreben.

Die Wahrung und Sicherung schützenswerter Altbestände der zum Teil annähernd zweihundertjährigen Sammlungen medizinischer Fachliteratur in den wissenschaftlichen Bibliotheken der einzelnen Standorte stellt eine bedeutende Aufgabe in historisch-bibliothekarischer Hinsicht dar.

Der Umgang mit historischen Gegenständen und anderen Sammlungsobjekten erfährt vor dem Hintergrund der Aufarbeitung und Präsentation dieser Objekte im Württembergischen Psychiatriemuseum hohe Bedeutung. Die Aufbewahrung, Verwertung oder Abgabe dieser Objekte ist hier Gegenstand des Interesses.

Im Sinne akademischer Forschungs- und Publikationstätigkeit wird eine Zusammenführung und kompilierende Aufarbeitung des bisher vorhandenen Schrifttums zur Geschichte der medizinischen Beiträge der Zentren für Psychiatrie in Baden-Württemberg, ihrer Vorgänger und zugehörigen Einrichtungen projektiert. Aktuelle und zukünftige medizinhistorische Forschungsarbeiten werden diesem Korpus beigestellt und der Fachöffentlichkeit zugänglich gemacht. Für ein interessierendes Laienpublikum publizierte Schriften ‚übersetzen’ den Inhalt dieser Fachpublikationen für ein breiteres Publikum und bereichern die im Museum zur Anwendung kommenden Thematiken, Materialien und Ausstellungsobjekte.

Weitere Informationen zur Koordination der „Historischen Forschung“ erscheinen in Kürze hier.