Forschungsbereich Geschichte und Ethik in der Medizin

Wissenschaftliche Gäste und ihre Vorträge


29.05.2019, Herr Prof. Dr. Dr.
Uwe Herwig:

Emotionsregulation aus der Sicht des Gehirns
Ärztlicher Direktor
ZfP Reichenau


23.01.2019, Herr Dr. med.
Thorsten Noack, Düsseldorf:

Die „NS-Euthanasie“ und ihre Rezeption in der internationalen Öffentlichkeit
Thorsten Noack, geb. 1972, Studium der Medizin und Sozialwissenschaften in Freiburg und Berlin, 2003 Promotion über die Geschichte des Selbstbestimmungsrechts des Patienten im 19. und 20. Jahrhundert (Veröffentlichung 2004). Forschungsschwerpunkte: Sterbehilfe und Euthanasie, Psychiatriegeschichte.

Thorsten Noack arbeitet als Arzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und ist Dozent am Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin an der Universität Düsseldorf. Er plant eine niedergelassene Tätigkeit als Psychoanalytiker. Das von ihm am 23.01.2019 im ZfP Südwürttemberg, Standort Weissenau, vorgetragene Thema ist Teil seiner Habilitationsschrift „NS-Euthanasie und internationale Öffentlichkeit. Die Rezeption der deutschen Behinderten- und Krankenmorde im Zweiten Weltkrieg“, die 2017 veröffentlicht wurde.


16.05.2018, Herr Prof. Dr. med.
Andreas Frewer, M.A., Erlangen:

Der Weltärztebund, Industrie und Ethik (1947 – 1975) Interessen – Konflikte – Verflechtung in der Forschung
Tätigkeit: Professur für Ethik in der Medizin am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin
Abteilung: Fachgebiet Ethik in der Medizin

Prof. Andreas Frewer studierte Philosophie, Medizingeschichte und Humanmedizin in München, Erlangen und Berlin. Von 1994 bis 1998 arbeitete er als Arzt in der Inneren Abteilung des Campus Virchow-Klinikum der Berliner Charité und wurde 1998 an der Freien Universität Berlin promoviert. Von 1998 bis 2002 war er als Wissenschaftlicher Assistent an der Abteilung für Ethik und Geschichte der Medizin an der Universität Göttingen tätig, hiernach wurde er als Juniorprofessor an die Medizinische Hochschule Hannover berufen. 2006 habilitierte er im Fach Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin. Ebenfalls in 2006 übernahm er zunächst die kommissarische Leitung der Professur für Ethik in der Medizin der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen in 2007 die Leitung dieser Professur.


25.04.2018, Herr
Steffen Dörre, M.A., Düsseldorf/Kiel:

Die deutschen psychiatrischen Fachgesellschaften im Kalten Krieg
Steffen Dörre hat seit Anfang 2017 den zweiten Forschungsauftrag der DGPPN zur Erforschung der Geschichte der psychiatrischen Fachgesellschaften in Deutschland (der erste Auftrag bezog sich auf die NS-Zeit). In diesem auf zwei Jahre angelegten Projekt geht es nun um die Geschichte der psychiatrischen Fachgesellschaften in der Bundesrepublik und der DDR zwischen dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 und dem Abschlussbericht der Psychiatrie-Enquete 1975. Er wird dieses Projekt heute kurz vorstellen und dann einen Teil seiner bisherigen Recherche-Ergebnisse ausbreiten. Hauptsächlich werden wir etwas über das Verhältnis von Psychiatrie, Neurologie, ärztlicher Psychotherapie und Psychologie in den ersten drei Nachkriegsjahrzehnten in Ost- und Westdeutschland erfahren. Sein Vortrag verspricht damit auch einen historischen Blick auf die Machtfrage in den psychiatrischen Kliniken und die Rolle, die die psychiatrischen Fachgesellschaften dabei spielten.


09.11.2016, Herr Prof. Dr.
Florian Steger:

Traumatisierung durch politisierte Medizin
Lehrstuhlinhaber des Faches Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin
an der Medizinischen Fakultät der Universität Ulm
Direktor des Instituts für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin
an der Universität Ulm


27.04.2016, Herr Prof. Dr.
Wolfgang Lutz:

Wie, wann und warum ändern sich Patienten in der Psychotherapie? Ansätze und Konzepte moderner patientenorientierter Psychotherapieforschung
Leitung der
Abteilung für Klinische Psychologie und Psychotherapie,
sowie der
Poliklinischen Psychotherapieambulanz und des
Weiterbildungsstudiengangs Psychotherapie der
Universität Trier.
Wolfgang Lutz ist Psychologischer Psychotherapeut,
Dozent und Supervisor für Verhaltenstherapie.


11.11.2015, Herr Prof. Dr. phil.
Hans-Georg Hofer:

Schock, Strom, Suggestion: Der Erste Weltkrieg und die Wiener Psychiatrie
Professur für Geschichte und Theorie der Medizin
Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin
Friedrich-Wilhelms-Universität Münster


28.01.2015, Herr Prof. Dr. med.
Wolfgang Eckart:

Der nationalsozialistische Krankenmord — Vorgeschichte und Verlauf
Lehrstuhlinhaber für Geschichte und Ethik der Medizin
Leiter des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin
Universität Heidelberg


30.04.2014, Frau PD Dr. med.
Maike Rotzoll:

Nach dem Krankenmord. Struktur und Alltagsleben ehemaliger Tötungsanstalten in den vier deutschen Besatzungszonen (1945-1955)
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Institut für Geschichte und Ethik der Medizin
Im Neuenheimer Feld 327
69120 Heidelberg


13.11.2013, Herr Prof. Dr. med.
Heinz-Peter Schmiedebach:

„Migrantenwahn“ um 1900. Anmerkungen zu einigen Besonderheiten des Hamburger Irrenwesens
Lehrstuhlinhaber für Geschichte und Ethik in der Medizin
Leiter des Instituts für Geschichte und Ethik in der Medizin der
Universität Hamburg